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Die Geschichte des Flachbildfernsehers

Der Flachbildfernseher war nicht plötzlich da. Er ist das Ergebnis eines langen Wettstreits zwischen verschiedenen Wegen, Licht zu erzeugen und ein Bild stillzuhalten – und die Kompromisse von damals prägen bis heute, was im Laden steht.

Dieser Bereich verfolgt die Linie von der Bildröhre über leuchtstoffbeleuchtete LCDs und LED-Hintergrundbeleuchtung bis zu Quantum Dots, OLED und Micro-LED – und zeigt, dass sich das Grundproblem dabei nie geändert hat: Schwarz zu zeigen, ohne das Licht ganz abzuschalten.

Die Bildröhre löste das Problem elegant, aber teuer erkauft. Ein Elektronenstrahl regte Leuchtstoffe an; wo er nicht hinzielte, blieb der Schirm dunkel. Schwarz war schlicht die Abwesenheit von Anregung – deshalb wirkten gute Röhrengeräte kontraststark. Bezahlt wurde das mit Bautiefe, Gewicht, begrenzter Bildgröße und einer gekrümmten Scheibe, die jede Lampe im Raum spiegelte.

Das LCD drehte dieses Prinzip um. Es erzeugt kein Licht, sondern hält welches zurück: Eine durchgehend leuchtende Lampe steht hinter einer Schicht Flüssigkristall, die sich pro Bildpunkt mehr oder weniger schließt. Damit wurden flache, große und spiegelungsarme Geräte möglich – und zugleich entstand die Schwäche, die die Technik bis heute begleitet: Ein Verschluss schließt nie ganz. Schwarz wurde zu sehr dunklem Grau, weil immer etwas Restlicht durchdringt.

Die Ablösung der Leuchtstoffröhren durch Leuchtdioden um 2009 brachte den entscheidenden Fortschritt, und aus ihr stammt der Marketingbegriff „LED-Fernseher“. Dioden lassen sich abschnittsweise dimmen, eine Röhre nicht. Damit konnte der dunkle Teil eines Bildes zum ersten Mal wirklich dunkel werden, während der helle Teil hell blieb. Mini-LED treibt genau diesen Gedanken weiter, indem es die Dioden verkleinert und ihre Zahl vervielfacht.

Parallel dazu reifte der andere Weg: OLED, wo jedes Pixel selbst leuchtet und sich einzeln abschalten kann – also die Kontrasteigenschaft der Bildröhre in flacher Bauform zurückholt, mit neuen Einschränkungen bei Dauerhelligkeit und eingebrannten Standbildern. Quantum Dots verbesserten unterdessen die Farbe beider Lager, und Micro-LED verspricht die Kombination aus beidem. Der ausführliche Artikel unten erzählt diese Entwicklung im Zusammenhang.